Critical management

  1. Work-Life-Balance aus unterschiedlichen Perspektiven

Menschen haben diverse Einstellungen dem Arbeitsleben gegenüber. Gerade hinsichtlich der Work-Life-Balance haben Menschen meist ganz unterschiedliche Zielsetzungen auf Grund von unterschiedlichen Werten. Während manche versuchen, Beruf und Privatleben ineinanderzugreifen, achten andere gezielt darauf, Privates und Berufliches auseinanderzuhalten. So legen manche Menschen viel Wert auf Karriereplanung und leben um zu arbeiten, während andere arbeiten, um zu leben. Das Argument, welches für ein solches Verhalten spricht liegt im Satz „Wir sind eine Leistungsgesellschaft“. Auch die Kooperation zwischen Mitarbeitern setzt in manchen Fällen keine persönlichen Sympathien voraus. Bedeutet die Leistung das Ende der Menschlichkeit?

Work-Life-Balance ist die Auseinandersetzung mit den eigenen Zielen, Werten und Lebensrollen. Die Herausforderung liegt dabei, die privaten Interessen und das soziale Leben mit dem Berufsleben in ein ausgewogenes und gesundes Gleichgewicht zu bringen. Dabei spielen die kulturspezifischen Werte eine große Rolle.

In diesem Workshop lernen wir die Work-Life Balance aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten sowie die Faktoren, die sie beeinflussen. Ziel ist es, die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Einstellungen gegenüber dem Arbeitsleben, den Zielen und Werten zu stellen um zu erkennen, dass ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Privatleben und beruflichen Engagement sich in Abhängigkeit vom Kontext ändern kann. Das Ziel ist es, mitzuteilen, wie man berufliches und privates Leben sinnvoll miteinander kombinieren kann.

Der Workshop orientiert sich nicht nur an Menschen mit Migrationshintergrund, sondern an all jene, die soziale Kompetenzen für Ihren Berufsalltag erlernen.

Schwerpunkte

  • Erläuterung der Work-Life Balance Theorie aus verschiedenen Perspektiven
  • Work-Life Balance und Praktische Anwendung im Berufsleben
  • Vorteile für neue Arbeitsverhältnisse

Zielgruppe: Berufsanfänger, Studenten, Auszubildende

Dauer: 1 Tag (6 Stunden)

2. Kunst, Politik und Bildungsarbeit

 Weltgeschichte zu kennen – Daten, Namen und Ereignisse benennen zu können – ist schon eine große Fähigkeit und ein wichtiger Teil von politischer Bildung. Aber welche Weltgeschichte lernen wir und was ist ganzheitliche politische Bildung? Wie beeinflussen Körper und Beziehungen in unserem eigenen Leben Kenntnisse, die wir sammeln? Das Lernen ist mehr als ein kognitiver Prozess. Es ist mehr als Informationen zusammeln und einzuordnen. Wissen heißt, nicht nur Daten zu wiederholen, die wir gelernt haben. Es heißt, nicht nur Texte „richtig“ zu analysieren und angesehene „Expert/-innen“ für bestimmten Themen mit anderen Menschen weiter zu diskutieren. Wissen heißt nicht nur sich über ein Thema in einem verbalen Diskurs austauschen zu können.

Wir können das Denken und Sprechen über Themen, die wir in der heutigen Gesellschaft antreffen, aus unserer Vergangenheit herausartikulieren und mit Logik und Ethik betrachten. Die wesentlichen und individuellen Auseinandersetzungen mit diesen Themen werden so aber nicht von einer Person zur anderen transferiert und sie können nicht durch Tests oder Prüfungen gemessen werden.

Bildungsreferent/-innen haben die Möglichkeit kritische und kreative Prozesse bewusst in anderen Menschen zu unterstützen. Semiotik, Symbole, nicht kognitive Erfahrungen und nonverbale Narrative sind Formen der politischen Bildung, die wir im Workshop erfahren und in uns selbst ausprobieren. Zuerst müssen wir dafür aber alle selbst unsere eigenen Denkmuster und die damit verbundene Traditionen hinterfragen.

Schwerpunkte

  • Reflexion über Kategorien, Lernprozesse, eigene Denkmuster sowie Weltansichten

Zielgruppe: Pädagoge/-innen, Referent/-innen, Multiplikator/-innen in  der Bildungsarbeit

Dauer: 6 Stunden