Impulsos del Sur

Impulsos del Sur erarbeitet prozessorientiert für verschiedene Organisationen innovative Konzepte für die Bildungsarbeit in Bezug auf Globales Lernen, Machtstrukturen und Empowerment. Dank unserer langjährigen Erfahrung sowie unserer Südperspektiven, legen wir den Schwerpunkt auf die postkoloniale und rassismuskritische Gestaltung der entwicklungspolitischen Praxis.

Im Folgenden finden Sie unsere Workshops:

  1. Machtstruktur auf der Mikroebene

In diesem Workshop wird das Thema Machtstruktur auf einer persönlichen Ebene betrachtet. Der Fokus liegt auf Machtstruktur im Team. Der Workshop stellt ein Angebot zur Reflektion dar, indem man sich mit der eigenen Positionierung zu den Themen Rassismus und Diskriminierung, auseinandersetzt. Der Workshop kann zu verschiedenen Zeitpunkten, abhängig vom Teamprozess, durchgeführt werden. Schwerpunkte dabei sind:

  • Bewusstsein über die Machtstrukturen innerhalb einer Gruppe/eines Teams
    ● Selbstorganisierte Auseinandersetzung mit den eigenen Vorstellungen und Privilegien
    ● Erkennen von individuellen Potentialitäten und Persönlichkeit in der Gruppe
    ● Einsetzung von eigenen Stärken und Umgang mit Schwächen

Zielgruppe:

  • Teams von Integrationsbeauftragten
  • Teams von verschiedenen Organisationen in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und politische Bildung

Dauer: 3,5 Stunden

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2. ToolFIT für den Einstieg als Teamende in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit

Der Workshop orientiert sich an junge Menschen, die sich für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit interessieren, aber noch keine Erfahrungen als Moderatoren, Teamenden, Tutoren in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit haben.

Ziel ist es also die Vorbereitung der jungen Menschen für ein Engagement in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit als Moderator, Tutor oder Unterstützung für Seminarleiter.  Sie können dabei Erfahrungen sammeln und sich weiterentwickeln.

Schwerpunkte

  •  Kritische Auseinandersetzung mit dem Thema „Entwicklungszusammenarbeit” (z.B. Reflektion über Bilder/Sprache und Macht )
  • Erkennen von eigenen Privilegien
  • Vorhandene Fähigkeiten vertiefen

Zielgruppe: Multiplikatoren von bildungspolitischen Konzepten

Dauer: 3 Tage mit je 6 Stunden

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3. South impulse: Empowerment and Exchange Workshop

Das Ziel dieses Workshops ist es einerseits, Fachwissen, Kompetenzen, Fähigkeiten und wertvolle Erfahrungen von Menschen aus Afrika, Lateinamerika und Asien sichtbar zu machen. Andererseits, die Teilnehmenden zu empowern, damit Sie Ihre Fähigkeiten besser anwenden können. Der Workshop gibt Teilnehmenden einen Raum, um deren Rolle als Fachkraft bewusst zu betrachten und darüber nachzudenken, wie sie diese Rolle mit globalen Interdependenzen und Machtstrukturen verknüpfen können. Daher ist das erste Ziel des Workshops, eine Reflexion zu ermöglichen.

Der Workshop ist vor allem interaktiv. Die Teilnehmenden werden aktiv, mit Spaß und Begeisterung zusammenarbeiten und ihr Wissen miteinander teilen. Deswegen werden sie während des Workshops in kleinen Gruppen geteilt, sodass sie die Gelegenheit bekommen, sich besser kennenzulernen, sich auszutauschen und viel Zeit zusammen zu verbringen. Die eigene Meinung der Teilnehmenden ist erwünscht, weshalb eine aktive Einbringung Voraussetzung ist. Weiterhin werden ehemalige Studierende, die in und außerhalb Europa ins Berufsleben eingestiegen sind, eingeladen, um ihre Erfahrungen mit der Gruppe zu teilen.

Die Teilnehmenden werden sich am Ende dieses Workshops empowert fühlen. Sie werden motiviert, dieses Gefühl mit anderen Menschen zu teilen und ihre Erkenntnisse im Alltag anwenden.

Schwerpunkte

  • Integration ist keine Einbahnstraße
  • Aktives Netzwerk aufbauen und besser voneinander lernen: Austausch mit ehemaligen Studierenden aus Fachhochschulen oder Universitäten, die bereits im Berufsleben aktiv sind.
  • Informelle Akademie: Die Teilnehmenden werden eingeladen, die Themen, die ihnen besonders wichtig sind, aufzuschreiben. Das Ziel ist, ein Art Open Space zu gestalten, um eine Diskussion zu ermöglichen. Es sind zwei Slots mit jeweils 50 Minuten geplant, wo die Themen in kleinen Gruppen diskutieren werden.
  • ‚Markt für Sozialkompetenz‘: Austausch und Mitteilung über Möglichkeiten, sich zu engagieren, seine Kompetenzen im sozialen Bereich umzusetzen und sich dabei beruflich vorzubereiten.

Dauer: 1 Tag

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4. Global Learning / Modulator Workshop für Multiplikator_innen

Unser Global Learning-Ansatz basiert im Wesentlichen darauf, dass man eine klare Haltung einnimmt und dadurch reflektiert agiert. Dies kann durch die Sätze “Lernen zu sein” und “Lernen Verantwortung zu übernehmen” übersetzt werden. “Lernen zu sein” verstehen wir als Prozess – sich selbst kritisch immer wieder zu hinterfragen. Das “Lernen Verantwortung zu übernehmen” heißt, dass es wichtig ist, die Teilnehmenden zu begleiten eigenen Weg zu finden, in Bezug auf wie sie agieren und handeln möchten. Die Teilnehmenden lernen das individuelle Leben mit politischen und gesellschaftlichen Strukturen zu verknüpfen.

Die Seminare sind für ehrenamtliche sowie Rückkehrende konzipiert. Erfahrungsgemäß suchen junge Berufstätige aufgrund der Karriereorientierung nach konkreten Handlungsoptionen, insbesondere dann, wenn es um ihre zukünftigen Handlungen geht.

Wir halten es für wichtig, stets den Lerneffekt und die Herausforderungen zu thematisieren bzw. die kritische Betrachtung des eigenen Engagements sowie der Entwicklungspolitik im Mittelpunkt zu stellen.

Während einige Teilnehmenden sich eine Auseinandersetzung mit den Veränderungen auf globaler Ebene wünschen, könnten sich andere junge Auszubildende und Berufstätige eine Auseinandersetzung auf eine praktischere und greifbare Ebene wünschen. Deswegen bieten wir zum Workshop ReferentInnen an, die sich nicht nur mit dem Thema der Nachhaltigkeit auskennen, sondern auch Erfahrungen in Bezug auf die Durchsetzung von Projekten im Themenfeld der Nachhaltigkeit sowie ihre Berücksichtigung in verschiedenen Bereichen haben.

Schwerpunkte

Die fünf Seminare werden unter dem Hauptthema des Globalen Lernens eingeordnet.  Allgemeine Seminarziele sind u.a.:

  • Raum für fachlichen Austausch zu Themen aus der Projektarbeit mit Einbindung des Themas Nachhaltigkeit schaffen
  • Bewusstsein für nachhaltig-fördernde Haltung im Arbeits- und Lebensumfeld entwickeln
  • Interesse an entwicklungspolitischen Themen aufrecht zu erhalten und Möglichkeit für weiteres Engagement schaffen

Insgesamt werden drei konkrete Aspekte vorgeschlagen, von denen jedes Seminar eins adressiert.

A – Selbstreflektion und Global Learning Attitude

Die Begleitung der Reflektion besteht aus zwei wesentlichen Teilen. Zunächst werden die Teilnehmenden im Vorfeld des Seminars gebeten, sich mit ihrem Lernprozess mithilfe eines kurzen Reflexionsbogens auseinanderzusetzen.

Diese Auseinandersetzung wird dann während des Seminars thematisiert und die Teilnehmenden werden die Möglichkeit erhalten, sich über das Gelernte und die Erfahrungen die sie gemacht haben, auszutauschen. Dies ermöglicht die persönliche Reflektion und weckt das Interesse auf einen möglichen Perspektivwechsel.

B – Bewusstsein für die Nachhaltigkeitsziele im Arbeits- und Lebensumfeld

Der Schwerpunkt hierbei liegt auf der kritischen Auseinandersetzung mit den Nachhaltigkeitszielen bzw. mit globalen Machtstrukturen mit Fokus auf Ländern des globalen Südens. Die Nachhaltigkeitsziele werden dabei nicht nur informativ präsentiert, vielmehr geht es darum zu reflektieren, wie die Jugendlichen diese in ihrem beruflichen und privaten Alltag konkret durch Haltung und Engagement fördern können. Es wird nicht nur Lebensrealitäten von jungen Menschen in Ländern des Globalen Südens reflektiert, sondern auch inwieweit die Lebensrealitäten hier und dort miteinander verlinkt sind.

C – Vernetzung und Engagement

Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Machtstrukturen (Rassismus, Sexismus etc.) spielt bei dem Thema Global Lernen eine zentrale Rolle. Deswegen ist die Auseinandersetzung mit möglichen Reproduktionen und eine Reflektion der eigenen Rolle als Multiplikator in dieser Hinsicht besonders wichtig. Dieses Modul dient der Vertiefung der Module A und B. Es konzentriert sich auf die Begleitung zur Durchführung von konkreten globales Lernen Aktivitäten unter Berücksichtigung von diversen Aspekten (Nutzung von Bildern und Texten, Vermeidung von Stereotypen usw.). Weiterhin bietet dieses Modul die Möglichkeit, Erfahrungen miteinander auszutauschen, das Interesse an entwicklungspolitischen Themen aufrecht zu erhalten und an gemeinsamen Initiativen zu denken.

Methodische Durchführung

Die Module A und B kommen zweimal vor, während das Modul C als einmaliges Seminar angeboten wird.  Es gibt dabei keine konkrete Reihenfolge, in der die Module absolviert werden müssen. Es ist den Teilnehmenden selber überlassen zu entscheiden, welche Module Sie belegen möchten. Dennoch wäre es von Vorteil, die Module A und B zu absolvieren, wenn auch Modul C von Interesse ist.

Seminar 1 Seminar 2 Seminar 3 Seminar 4 Seminar 5
Modul A Modul B Modul A Modul B Modul C

Die Arbeitsmethoden bei den Seminaren A und B werden überwiegend Vorträge und Reflexionsräume sein. Bei dem Seminar C, werden die Teilnehmer selbst sehr aktiv sein. Sie werden unter Begleitung des Koordinationsteams viel Verantwortung bei der Durchführung der Lerneinheiten übernehmen.

Dauer

Wir rechnen mit 5 x zweitägigen Seminaren. Die Sessions werden in Lerneinheiten geteilt. Wir rechnen mit ca. 8 Arbeitsstunden am Tag für die zwei Tage und somit mit 16 Stunden à 45 Minuten pro Einheit bzw. ca. 21 Lerneinheiten pro Modul. Dazu kommen, die beiden Lerneinheiten für die Reflexion, einmal vor und nach dem Modul A und B, hinzu.

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5. Gestaltung von Selbsbestimmungsraum für Menschen mit Rassismus- undDiskriminierungserfahrung

Ein Angebot für Organisationen und Gruppen in der Entwicklungszusam-menarbeit

In diesem Workshop erfahren Sie, was ein Selbstbestimmungsraum ist und wie Sie diesen in ihr Seminar einbauen können.

Der Selbstbestimmungsraum ist ein politischer Raum und bedeutet Vernetzung, Austausch, und Stärkung als Gruppe mit besonderen Erfahrungen, Kenntnissen und Bedürfnissen. Gemeint sind Menschen, die Rassismuserfahrungen in Deutschland oder im Ausland machen, Menschen die in ihren eigenen Ländern nicht als Schwarze oder PoCs positioniert/angesehen werden, aber in Deutschland als People of Color eingestuft werden.

Im Selbstbestimmungsraum wird gemeinsam über Rassismuserfahrungen gesprochen. Der Raum wird aktiv von den Betroffenen mitgestaltet und genutzt. Ziel ist nicht der Lernprozess anderer (dafür sollten gesonderte Workshops mit Expert/-innen und individuelle Beratungen angeboten werden).

Es ist wichtig, einen Selbstbestimmungsraum zu gestalten, wenn Sie ein drei- oder mehrtägiges Seminar/Workshop mit Gruppen aus unterschiedlichen Sozialisierungen und Hintergründen anbieten.

Schwerpunkte

  • Charakteristika und Fragen für die Gestaltung des Selbstbestimmungsraums (z.B. Wer darf den Raum benutzen und wie soll er benutzt werden?)
  • Empfehlungen zur Nutzung des Selbstbestimmungsraums

Dauer: 3,5 Stunden

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6. Bilder und Macht

Fotografie und Postkolonialismus

Eine Fortbildung zum machtkritischen Fotografieren in zwei Modulen

In der Kolonialzeit wurden Bilder genutzt, um koloniale Aneignungen und Machtstrukturen zu legitimieren. Sie kreierten einen Gegensatz zwischen dem „exotischen wilden“ und der „Weißen, zivilisierten Gesellschaft“.

Inwiefern ist die Beziehung zwischen einem/r Fotograf/in und den Fotografierten heute anders? Wer bildet wen ab und welche Regeln setzt man ein? Welche Verbindung besteht zwischen unseren Reisebildern und kolonialen Traditionen? Wie unschuldig ist unsere Kamera?

Der erste Teil der Fortbildung bietet Raum, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen und dabei alternative Perspektiven in der Fotografie zu finden. Es werden grundlegende Techniken des Fotografierens vermittelt und in Verbindung mit einem machtkritischen Blick durch die eigene Kamera geübt. Durch das Erlernen fotografischer Mittel, durch Bildanalyse und durch eigenes Fotografieren erarbeiten wir Strategien, um machtbewusster und –kritischer mit unserer Kamera zu agieren.

Im zweiten Modul des Workshops werden die Teilnehmer/-innen mit der Struktur von selbst produzierten Bilder konfrontiert. Darüber hinaus werden wir die Bilder kritisch durch verschiedene künstlerische Strategien bezeichnen, um zunächst unsichtbare, aber relevante Diskurse über Machtverhältnisse und koloniale Blicke zu vermitteln.

Schwerpunkte       

  • Koloniale Bilder / Beispiele
  • Analyse von Bildern (historische und eigene Bilder)
  • Input Technik: Wie Technik Machtverhältnisse widerspiegeln kann
  • Koloniale Diskurse in Bildern erkennen und dekonstruieren
  • Mit eine Post-koloniale Blick Fotografie zu reflektieren

Dauer  

Der Workshop besteht aus zwei Modulen. Ein Modul dauert 2 Tage à 5 Stunden.

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